Aufbau eines Bewerbungsanschreibens

So strukturieren Sie Ihr Anschreiben richtig – mit Tipps für Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Ein gut strukturiertes Bewerbungsanschreiben ist der Schlüssel zum Vorstellungsgespräch. Recruiter verwenden oft weniger als eine Minute, um über Ihre Bewerbung zu entscheiden. Umso wichtiger ist ein klarer, überzeugender Aufbau.

1. Briefkopf und Absenderdaten

Ganz oben stehen Ihre Kontaktdaten: vollständiger Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Darunter folgen die Empfängerdaten – der Name des Unternehmens, der Ansprechpartner (falls bekannt) und die Firmenadresse. Rechts oder unterhalb steht das aktuelle Datum. Achten Sie auf die korrekte Formatierung nach DIN 5008.

2. Betreffzeile

Die Betreffzeile nennt die Stelle, auf die Sie sich bewerben. Sie wird fett formatiert und enthält keine Wörter wie „Betreff:" davor. Beispiel: „Bewerbung als Bürokauffrau – Ihre Anzeige auf StepStone vom 15.03.2026". Falls eine Referenznummer in der Stellenanzeige genannt wird, gehört sie ebenfalls in die Betreffzeile.

3. Anrede

Verwenden Sie immer den Namen des Ansprechpartners, wenn dieser bekannt ist: „Sehr geehrte Frau Schmidt," oder „Sehr geehrter Herr Müller,". Nur wenn kein Name ermittelbar ist, verwenden Sie „Sehr geehrte Damen und Herren,". Nach der Anrede folgt ein Komma, danach wird klein weitergeschrieben.

4. Einleitung

Die Einleitung ist Ihr Türöffner. Vermeiden Sie abgedroschene Floskeln wie „hiermit bewerbe ich mich…". Stattdessen: Nehmen Sie Bezug auf die Stellenanzeige, nennen Sie einen konkreten Anlass oder starten Sie mit einer aussagekräftigen Qualifikation. Ein guter Einstieg weckt Neugier und motiviert zum Weiterlesen.

5. Hauptteil

Im Hauptteil überzeugen Sie mit Ihren Qualifikationen. Hier beantworten Sie drei zentrale Fragen: Was können Sie? (fachliche Kompetenz), Was motiviert Sie? (Begeisterung für die Stelle), und Was bringen Sie dem Unternehmen? (Ihr Mehrwert). Verwenden Sie konkrete Beispiele und vermeiden Sie reine Wiederholungen Ihres Lebenslaufs. Passen Sie die Formulierungen an die Branche an – ein Anschreiben in der IT klingt anders als eines in der Pflege.

6. Schlussteil

Der Schluss enthält praktische Informationen wie Ihren frühestmöglichen Eintrittstermin und gegebenenfalls Ihre Gehaltsvorstellung (wenn in der Anzeige gefordert). Formulieren Sie selbstbewusst: „Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich" klingt besser als „Über eine Einladung würde ich mich freuen". Vermeiden Sie den Konjunktiv im Schlussteil.

7. Grußformel und Unterschrift

Schließen Sie mit „Mit freundlichen Grüßen" (ohne Komma am Ende). Darunter folgt Ihr Name. Bei postalischen Bewerbungen setzen Sie Ihre Unterschrift darüber.

Häufige Fehler vermeiden

Die häufigsten Fehler sind: zu langes Anschreiben (maximal eine DIN-A4-Seite), fehlender Bezug zur Stelle, Copy-Paste ohne Anpassung, Rechtschreibfehler und ein schwacher Einstieg. Unser Anschreiben-Generator hilft Ihnen, diese Fehler zu vermeiden, indem er einen bewährten Aufbau mit branchenspezifischen Formulierungen verwendet.

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